Häufig gestellte Fragen

Allgemeines

Brauche ich eine Genehmigung für einen Drohnenflug über mein Grundstück?

Nein, Sie als Auftraggeber benötigen keine Genehmigung. Wir als Drohnendienstleister verfügen über alle erforderlichen Genehmigungen und Qualifikationen: EU-Fernpilotenschein (A1/A3 und A2), Haftpflichtversicherung und — je nach Einsatzgebiet — Einzelfreigaben der zuständigen Luftfahrtbehörde. Wir kümmern uns um sämtliche Formalitäten.

In welchem Umkreis bieten Sie Ihre Dienstleistungen an?

Unser Kerngebiet ist die Region Stuttgart, Ludwigsburg, Heilbronn und Pforzheim. Für größere Projekte (z. B. Windparks, Infrastrukturinspektion) sind wir auch deutschlandweit im Einsatz. Sprechen Sie uns einfach an.

Wie kurzfristig können Sie einen Einsatz durchführen?

In der Regel innerhalb von 3–5 Werktagen. Für Notfalleinsätze (SAR, Branderkennung) sind wir nach Vereinbarung innerhalb von 60 Minuten einsatzbereit.

Was kostet ein Drohneneinsatz?

Die Kosten hängen von Art und Umfang des Einsatzes ab. Eine einfache Dachinspektion beginnt bei ca. 350 EUR netto, Vermessungsprojekte und Industrieinspektionen werden individuell kalkuliert. Wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Unsere DJI Matrice 400 ist IP55-zertifiziert und kann bei leichtem Regen und Wind bis 12 m/s (ca. 43 km/h) fliegen. Bei Gewitter, Starkregen oder Sturm verschieben wir den Einsatz aus Sicherheitsgründen. Die Wetterentscheidung treffen wir in Abstimmung mit Ihnen, meist am Einsatztag morgens.

Technik

Welche Drohnen setzen Sie ein?

Unser Fuhrpark umfasst drei Systeme für unterschiedliche Anforderungen: Die DJI Matrice 400 ist unser Flaggschiff — IP55-geschützt, bis zu 59 Minuten Flugzeit, ausgestattet mit der Zenmuse H30T (48 MP, 34x Zoom, 1280×1024 Wärmebild, Laser bis 3.000 m, NIR-Nachtsicht) und dem Zenmuse S1 Scheinwerfer (10.000 Lumen). Für kompakte Einsätze und Routineinspektionen setzen wir die DJI Matrice 4TD ein (IP55, 54 Minuten Flugzeit, Thermal + NIR). Für schnelle Vorab-Analysen nutzen wir die DJI Mini 5 Pro (249 g, 50 MP, 1”-Sensor) — dank ihres geringen Gewichts unter 250 g ist sie besonders flexibel einsetzbar.

Was bedeutet IP55?

IP55 ist eine Schutzklasse, die Staub- und Strahlwasserschutz garantiert. Das heißt: Unsere Drohne kann auch bei Regen, Nebel und in staubiger Umgebung (z. B. Baustellen, Deponien) zuverlässig eingesetzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Photogrammetrie und LiDAR?

Bei der Photogrammetrie werden überlappende Fotos aufgenommen und daraus 3D-Modelle berechnet — ideal für visuelle Dokumentation und texturierte Modelle. LiDAR (Light Detection and Ranging) misst Entfernungen mit Laserpulsen und erzeugt hochpräzise 3D-Punktwolken. Vorteil von LiDAR: Es durchdringt Vegetation und funktioniert auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Wir beraten Sie gerne, welches Verfahren für Ihr Projekt optimal ist.

Wie genau sind Ihre Vermessungsergebnisse?

Mit RTK-Korrektur (Real-Time Kinematic) erreichen wir eine Lagegenauigkeit von ± 1 cm und eine Höhengenauigkeit von ± 1,5 cm. Die Bodenauflösung unserer Luftbilder liegt typisch bei 1–3 cm pro Pixel.

Können Sie auch nachts fliegen?

Ja. Mit der Zenmuse H30T verfügen wir über NIR-Nachtsicht (Infrarot-Beleuchtung bei 850 nm), die bei völliger Dunkelheit eine Sichtweite von ca. 100 Metern ermöglicht. Ergänzt wird dies durch unsere hochauflösende Wärmebildkamera. Zusätzlich steht uns der Zenmuse S1 Scheinwerfer zur Verfügung — ein LEP-Laser mit 10.000 Lumen und bis zu 500 m Reichweite, der auch große Einsatzgebiete bei Nacht zuverlässig ausleuchtet. Nachtflüge erfordern je nach Einsatzgebiet eine Sondergenehmigung, die wir für Sie einholen.

Was ist die BOS-HD-Drohnen-Lanze?

Die BOS-HD-Drohnen-Lanze ist eine Hochdruck-Reinigungslanze, die an unserer DJI Matrice 400 montiert wird. Mit ihr reinigen wir gezielt punktuelle Verschmutzungen an schwer zugänglichen Stellen – zum Beispiel verschmutzte Solarmodule auf Dächern, Verkehrsschilder an Brücken und Autobahnen, Verkehrskameras oder Hindernisfeuer an Masten. Der große Vorteil: Kein Gerüst, keine Hubarbeitsbühne, keine Straßensperrung nötig. Die Drohne fliegt hin, reinigt gezielt den verschmutzten Punkt und fliegt zurück. Mehr erfahren »

Ergebnisse und Daten

In welchem Format erhalte ich die Ergebnisse?

Abhängig vom Projekt liefern wir: Hochauflösende Fotos (JPEG/TIFF), Wärmebilder (RJPEG), Orthofoto (GeoTIFF), 3D-Punktwolken (LAS/LAZ), 3D-Modelle (OBJ), Vektordaten (DXF, SHP) und natürlich einen zusammenfassenden PDF-Bericht. Alle Daten sind georeferenziert und kompatibel mit gängiger Software (QGIS, ArcGIS, AutoCAD).

Wie lange dauert die Auswertung?

Einfache Inspektionsberichte liefern wir in 3–5 Werktagen. Photogrammetrische Auswertungen (3D-Modelle, Orthofoto) benötigen je nach Gebietsgröße 5–10 Werktage. Bei dringenden Einsätzen (z. B. Schadensdokumentation nach Unwetter) bieten wir Express-Auswertung an.

Kann ich die Daten in meinem GIS-System weiterverarbeiten?

Ja, alle unsere Vermessungsdaten werden in gängigen GIS-Formaten geliefert und sind direkt importierbar in QGIS, ArcGIS, AutoCAD Civil 3D, Pix4D und andere Fachsoftware.

Rechtliches

Welche Versicherung haben Sie?

Wir verfügen über eine Drohnen-Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 1 Million EUR, wie gesetzlich vorgeschrieben. Auf Wunsch stellen wir Ihnen den Versicherungsnachweis zur Verfügung.

Dürfen Sie überall fliegen?

Grundsätzlich gibt es Flugbeschränkungen, z. B. in der Nähe von Flughäfen, über Menschenansammlungen oder in Naturschutzgebieten. Wir prüfen vor jedem Einsatz die rechtlichen Rahmenbedingungen und holen bei Bedarf Sondergenehmigungen ein. In den meisten Fällen können wir den gewünschten Einsatz realisieren.

Wem gehören die aufgenommenen Bilder und Daten?

Nach vollständiger Bezahlung gehen sämtliche Nutzungsrechte an den aufgenommenen Bildern und Daten an Sie über. Sie können die Ergebnisse frei für Ihre Zwecke verwenden.